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Gästeführung am 9. August 2017: Schlößchen Hildenbrandseck – ein gelungenes Comeback

Marx Hiltbrand von Hiltbrandseck, ein hoher Beamter der Pfalzgräflichen Verwaltung und seit 1528 Landschreiber des Oberamtes Neustadt unter Kurfürst Ludwig V, ist der erste urkundlich erwähnte Besitzer von Schlößchen Hildenbrandseck, das 1573/74 im Stil der Renaissance erbaut wurde. Jahrhundertelang lag das Anwesen zwischen den Dörfern Königsbach und Gimmeldingen, umgeben von Weinbergen, am Südufer des Erlenbachs, der einst die Grenze zwischen der Kurpfalz und dem Hochstift Speyer bildete. Im frühen 19. Jahrhundert (1803) als Nationalgut versteigert, erfuhr das Schlösschen in den folgenden Jahrzehnten erhebliche bauliche Veränderungen und Erweiterungen.

Heute präsentiert sich der denkmalgeschützte Komplex als zweiflügelige Anlage, die von 2007 bis 2012 durch Familie von Oettingen umfassend restauriert wurde.

Einst war der Herrensitz von einer Wehrmauer mit Türmen umgeben, von der heute nur noch Teile erhalten sind. Das Schlößchen selbst wies drei Kantentürme und einen Treppenturm auf. Einer der Kantentürme, in dessen Tiefen sich ein geheimnisvoller Raum verbirgt, sowie der fünfeckige Treppenturm, sind noch erhalten. Die während der Sanierung entdeckten bauzeitlichen Wandmalereien  im  ehemaligen Saal und Kantenturm (Anfang 17. Jh.) und im Treppenturm (Ende 16. Jh.) wurden mit Unterstützung der Deutschen Stiftung Denkmalschutz aufwändig restauriert.

Alle Monatsführungen beginnen um 15 Uhr auf dem Gimmeldinger Kirchplatz. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich. Im Preis von 5 Euro pro Person ist eine Postkarte von Gimmeldingen und ein Gläschen Wein (oder Traubensaft) enthalten, das meist am herrlichen Aussichtsplatz „König-Ludwig-Pavillon“ zum Abschluss der Führung genossen wird.

Für Sonderführungen ab 5 Personen bitten die Gästeführer um eine Anmeldung über:
Handy: 0151- 44 53 41 47 oder
E-Mail: gaestefuehrer.gimmeldingen@gmail.com.